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Ökologisch sinnvoll Autofahren: Pflanzenöl statt Diesel. Eine Kolumne von pflanzenoelauto.info

23.10.07

 

Besteuerung beschlossen!

Der deutsche Bundestag, Finanzminister Peer Steinbrück haben die Besteuerung
von Pflanzenöl beschlossen.
Damit gilt diese Tabelle:


Pflanzenölbesteuerung ab 2006:
2006-2007
2008
2009
2010
2011
2012
0 Cent / l
10 Cent / l
18 Cent / l
26 Cent / l
33 Cent / l
45 Cent / l










Vielen Dank Peer Steinbrück, danke liebe Bundesregierung.
So holt man C0² neutrale Autos von der Strasse!

20.11.06

 

Verfassungsbeschwerde - Hilfe benötigt!

Endgültiges aus für Pflanzenöl-Sprit in Deutschland ab 2011?

Wehrt Euch!

Unterstützt die Verfassungsbeschwerde von Mobil-ohne-Fossil:
Die Verhinderung der sofortigen Besteuerung mit 15 Cent war ein klassischer Phyrrussieg.

Jetzt kommt es später aber dafür viel viel schlimmer:
Reines Pflanzenöl als Kraftstoff wird nach Entlastung wie folgt besteuert (§ 50 Abs. 2 Nr. 2 i. V. m. § 2 Abs. 1 Nr. 4 EnergieStG) zum:

Steuersatz pro Liter
1.8.2006 47 Cent minus 47 Cent = 0 Cent
1.1.2008 47 Cent minus 37 Cent = 10 Cent
1.1.2009 47 Cent minus 29 Cent = 18 Cent
1.1.2010 47 Cent minus 21 Cent = 26 Cent
1.1.2011 47 Cent minus 14 Cent = 33 Cent
1.1.2012 47 Cent minus 2 Cent = 45 Cent incl. MwSt dann 50,29 Cent Steuer

Spätestens ab 2012, wahrscheinlich ab 2010 (abhängig vom Ölpreis) ist pölen dann für alle vorbei.
Es wird auch Ausnahmen geben:
- Grenznahe Pöler, die im Ausland tanken können
- Illegal tankende Alt- und Flaschenpöler (Mengenbegrenzung bei Aldi & Co ist aber so gut wie sicher)

Und die Pflanzenölbauern und Pflanzenöltankstellenen sind dann plattgemacht.
Ruinen schaffen ohne Waffen ist die Devise. Danke Angie, danke Peer!

Bitte spendet 10 Euro oder mehr bei der letzten Chance,
Pölen in Deutschland auch zukünftig möglich zu machen.

www.mobilohnefossil.de

Stand sind ca. 8500 Euro, benötigt werden 25.000

Bitte überweist Eueren Beitrag zur Verfassungsbeschwerde an:
Mobil ohne Fossil e.V.
Kto.: 1950 81
Blz.: 70169602
Bank: Raiffeisenbank Weilheim
Betreff: SPENDE fuer BESCHWERDE BIOKRAFTSTOFFE

10 Euro sind weniger als die zusätzliche Steuer 2012 für 20 (zwanzig!) Liter
Vielen Dank!

26.7.06

 

Teurer Sprit: Deutschland verschläft Alternativen!

Das ZDF hat sich dem Thema Beusteuerung der Biokraftstoffe angenommen.
Heraus kam ein sehr informativer und sehenwerter Beitrag in der Sendereihe
Frontal 21. Hier der Direktlink zur ZDF-Mediathek:

ZDF Frontal 21

4.7.06

 

Weg vom C0² neutralem Kraftstoff - hin zum Mineralöl!

So macht man Politik!
Der perfekt perfide Plan unserer Bundesregierung:

Lange brödelte es in Berlin. Nun ist es amtlich.
Die Besteuerung von CO² neutralen Kraftstoffen zugunsten der fossillen Energieträger.

Demzufolge bleibt reines Pflanzenöl nur noch bis Ende 2007 steuerfrei.
Biodiesel soll ab August bis Ende 2007 mit 9 Cent je Liter besteuert werden.
Bis 2012 soll der Steuersatz für Pflanzenöl und Biodiesel in jährlichen Schritten
dann auf 45 Cent je Liter gesteigert werden.
Steuerfrei bleibt lediglich Biokraftstoff, der in der Landwirtschaft eingesetzt wird.
Die Bundesregierung sieht das nämlich ähnlich wie die EU in Brüssel:
Biokraftstoffe wurden als Biodiesel in Reinform und als Beimischung zu fossilem Kraftstoff
mit der bisherigen Steuerfreiheit deutlich überfördert.
Energieerzeugnisse, die zur Stromerzeugung dienen, bleiben weiterhin von der Steuer befreit.
Fossile Grosskraftwerke bleiben damit weiterhin steuerlich privilegiert.
Genauso wie Autogas, Erdgas und Flüssiggas in Motoren: Bis zum Jahr 2018.
Und noch besser: Das Bundesfinanzministerium teilt mit,
das sich in der EU derzet eine weitreichende Besteuerung von Kerosin, also Flugbezin nicht durchsetzten lasse!

Kurzgefasst:

Soweit das Gesetz! Aber was bedeutet das tatsächlich?

Durch die weitreichende Besteuerung der Rein-Biokraftstoffe ist dieser Markt von Grund auf gefährdet.
Ab 2012 ist aber damit sicher das Aussterben von Biokraftstoffen beschlossen.
Sicherlich werden aber auch sämtliche Investitionen in dieser Branche schlagartig eingestellt.
Denn wer rüstet sein Auto noch um?
Wer kauft sich noch eine Ölmühle, Ölpresse?
Wer baut noch eine Tankstelle?
Aber auch durch das EU-Gesetz der Beimischungspflicht (5% Pflanzenöl, Biodiesel)
zu normalen Diesel entstehen aber noch weitere Probleme.
Es wird eine Entwicklung eingeleitet, in der die auf Pflanzenöl basierenden Biokraftstoffe
über die Beimischungspficht "dem Abnehmermonopol der Mineralölkonzerne ausgeliefert" sein werden.
Das führt dazu, dass die für Biokraftstoffe erforderliche ökologische Ausrichtung
der Anbaukonzepte wesentlich erschwert oder verhindert wird.
Bauern werden dem Preisdiktat der Mineralölkonzerne ausgesetzt!
Die neuen Chancen für Landwirte werden dadurch grundlegend zunichte gemacht.

Aber nicht nur das.
Alle Chancen des Aufbaus "regionaler Biokraftstoffproduktionen durch mittelständische Betriebe und Stadtwerke,
und damit neue regionalwirtschaftliche Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten
mit ihren binnenkonjunkturellen Effekten", werden so unterminiert.
Zahlreiche Speditionsunternehmen, die in jüngerer Zeit auf Biodiesel und Pflanzenöl umgestiegen sind, werden durch das neue Gesetz entweder in ihrer Existenz gefährdet
oder werden wieder jenseits unserer Grenzen Diesel tanken.

Durch diese Marktreaktionen werden die zu erwartenden Steuereinahmen
von 780 Millionen Euro mit Sicherheit nicht erreicht.
Es könnte auch durchaus möglich sein das die fehlenden Steuerrückflüsse aus dieser Branche
eine negative Bilanz der Steuerprognosen zur Folge hat.

Generell auch fraglich: Die Unverhältnismäßigkeit in der Besteuerung von fossillen Kraftstoffen, die weiterin bestehen bleibt:
Das nicht mehr begründbare Steuerprivileg von Diesel gegenüber Benzin in Höhe von derzeit 18 Cent bleibt unangetastet.
Und auch die Steuerprivilegierung von Erdgas bleibt bis 2018 und wird sogar auf Flüssiggas ausgeweitet.
Es bleibt fraglich und ist nicht verständlich oder gar legitimierbar, dass ein fossiler Kraftstoff
politisch gegenüber allen Biokraftstoffen privilegiert wird.

Und das sagt die Politik dazu:

Zitat der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag:
"Wir haben besonders für kleine und mittlere Unternehmen unverzichtbare Rahmenbedingungen geschaffen,
der Biodieselproduktion mehr Investitionssicherheit zu geben.
So erreichen wir eine größere Unabhängigkeit in der Energieversorgung
und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz."

Zitat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer:
"Die Einigung schaffe Planungssicherheit für den Zukunftsmarkt Biokraftstoffe"

Zitat Hans-Josef Fell MdB:
Damit ist die Hoffnung vieler Autofahrer, zukünftig bezahlbaren Sprit zu haben,
auch wenn sich das Rohöl verknappt vorbei.
Gefestigt wird hingegen die Abhängigkeit von steigenden Erdölpreisen,
da sich die beigemischten Biokraftstoffe exakt an den Erdölpreisen orientieren werden.
Vergangenheit: Die Möglichkeit von Autofahrern, klimafreundliche Kraftstoffe zu tanken
und sich damit persönlich für den Klimaschutz zu engagieren.
Wer Pflanzenöle, Biodiesel tanken möchte, wird leer ausgehen oder deutlich mehr zahlen als derjenige,
der schädliches Diesel oder Benzin tankt.
Die Mineralölwirtschaft wird dafür sorgen, dass die Beimischung in einer untergeordneten Größenordnung verbleibt.
Biokraftstoffe werden damit absehbar im Klimaschutz nur eine Randrolle spielen.
Vorbei ist die Hoffnung der Landwirtschaft auf zukünftige Einkommensquellen als Energiewirte,
auf die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft.
Die Landwirte, die ihre Biokraftstoffe selbst anbauen, werden sogar zusehen müssen,
dass sie für ihren eigenen Kraftstoff Mineralölsteuer bezahlen müssen!
Der Bauer, der Biogas tankt wird sogar ein Vielfaches an Steuern zahlen müssen, wie der, der Erdgas tankt!
Schlagartig dahin sind die Entwicklungschancen ländlicher Räume.
All den Mittelständlern, die in den letzten Jahren im Vertrauen auf die Politik investiert
und sich eine ökonomische Existenz aufgebaut haben, droht nun der Konkurs.
Die Besteuerung von Biokraftstoffen ist eine Mittelstandszerstörungsstrategie zugunsten von Großkonzernen. Mehr noch:
Die Politik zerstört das Vertrauen von Menschen in stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Jeder, der bisher in Pflanzenöl- oder Biodieselautos -, LKWs, -Busse, Bahnen und Traktoren investiert hat,
hat seine Investition unter falschen Annahmen getätigt und bekommt seine Investition von der Bundesregierung entwertet.
Betroffen sind auch die vielen kleinen Ölmühlen vor allem in Süddeutschland, die in den letzten Jahren entstanden.
Diese haben jetzt nur noch wenige Abnehmer: BP, Shell, Esso.
Es ist zu befürchten, dass die schiere Marktmacht die kleinen Unternehmen an die Wand drücken wird.
Möglicherweise werden die Ölmultis ihre Bioöle auch gleich aus anderen Quellen beziehen
und die kleinen Ölmühlen schlagartig pleite gehen lassen.
Doch nicht nur bestehende Investitionen werden entwertet.
Auch wichtige Hoffnungen auf neue Entwicklungen werden zerstört.
Viele Menschen suchen nach einem Ausweg aus der Erdölfalle
und haben bereits enorme private und unternehmerische Anstrengungen unternommen.
Ihnen fällt die Regierung in den Rücken.

6.5.06

 

Besteuerung der Biokraftstoffe!

Die Beschlüsse der großen Koalition zu Biokraftstoffen beenden die Ära der
biogenen Reinkraftstoffe in Deutschland.

Union und SPD schaden den Absatzmärkten der Landwirtschaft und dem Mittelstand sowie dem Umweltschutz und der Versorgungssicherheit Deutschlands.
Die große Koalition verhält sich mit ihrem Angriff auf die Biokraftstoffe
angesichts der stark steigenden Ölpreise vollkommen unverantwortlich.
Mehr noch, sie zerstört den Mittelstand, der die biogenen Kraftstoffe entwickelt
hat und verschenkt die Zukunft dieses Landes an die Mineralölkonzerne.

Die Spitzen der großen Koalition haben beschlossen, biogene Reinkraftstoffe
in Etappen zu beerdigen. Schwarz-rot hält daran fest, ab 1.8.2006 Pflanzenöle und Biodiesel zu besteuern. Eine Senkung der vorgesehenen Besteuerungshöhe von 15 und 10 Cent wurde
entgegen allen Gerüchten nicht beschlossen.
Ab dem 1.1.2007 sollen die Biokraftstoffe in Form einer Quote der Obhut der
Mineralölkonzerne übergeben werden. Alles, was in diese Quote fällt, wird
besteuert. Lediglich der Teil der reinen Biokraftstoffe, der über dieser
Quote liegt, bleibt vorerst steuerermäßigt in Höhe der ab 1.8.2006 geltenden Steuersätze.
Ab dem 1.1.2010 fällt dann auch für die Reinkraftstoffe das steuerliche
Fallbeil, die oberhalb der Quote liegen. Das heißt, dass ab 1.1.2010 die
Quote zugleich auch einen Deckel darstellt, über den hinaus keine Abnahme
vorhanden sein wird, da Biokraftstoffe genauso besteuert werden wie Diesel und Benzin.

Bis 2015 sollen lediglich die synthetischen Biokraftstoffe ausgenommen sein,
die nicht nur zufällig die Lieblingskinder der Mineralölindustrie, von VW und vom Umweltminister Gabriel sind.
Verlierer ist neben den Ministern Glos und Seehofer zugleich der designierte
Parteivorsitzende der SPD, Herr Beck, der sich bis vor kurzem noch
öffentlich für Biokraftstoffe eingesetzt hatte.

Die CDU/CSU hat sich bei den Biokraftstoffen gegenüber der SPD geschlagen
gegeben und die Federführung für die anstehenden Gesetzgebungsverfahren den
Ministern Steinbrück und Gabriel überlassen.
In Bayern und im Bundesrat wird gebrüllt und in Berlin wirft die CSU die Flinte ins Korn.

Ich fordere die Parlamentarier der großen Koalition auf, sich für die
Interessen ihrer Bürger und ihres Landes einzusetzen. Und forde die
Bürger dazu auf, am 10. Mai nach Berlin zu kommen und gegen die irrwitzigen
Gesetzespläne der großen Koalition zu demonstrieren.

16.4.06

 

Großdemo in Berlin!

Tach zusammen,
hier die PDF-Einladung zur Großdemo am 10.Mai in Berlin.

Organisator ist der Bundesverband
Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe.

___________________________________________________________________


Stand zum Energiesteuergesetz: „Großdemonstration - Biokraftstoffe"

am 10. Mai um 13.00 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin

- Vorankündigung —

Liebe Mitglieder, liebe Biokraftstofffreunde,

durch den aktuellen Energiesteuergesetzentwurf ist die langfristige Existenz der Reinbiokraftstoffe
extrem gefährdet. Noch immer gibt es keine klaren Signale, ob ab 2007 steuerbegünstigte Biokraftstoffe
noch Bestand haben.
Das gilt auch, wenn nach dem Energiesteuergesetzentwurf ein Steueraufschlag
von 10 ct./l für B 100 und 15 ct./l für Pflanzenöl verordnet werden sollte, weil die Wettbewerbsfähigkeit
der Biokraftstoffe so stark beeinflusst würde, dass zahlreiche Produktionsbetriebe, Spediteure und
Technologieunternehmen in ihrer Existenz bedroht sind.

Ab 2009 soll nach dem Gesetzentwurf das steuerbegünstigte Reinbiokraftstoff-Zeitalter gesetzlich
definiert beendet werden!

Das bedeutet auch das Aus für Bioethanol, da niemand in einen 3 Jahre andauernden E-85-Markt
investiert.
Der Bundesrat hat aufgrund auch unserer starken Lobbyarbeit klare Empfehlungen ausgesprochen,
die den BBK-Vorschlägen sehr nahe kommen.
Diese sind kurz:
Erhalt der Steuerbegünstigung für alle Reinbiokraftstoffe, Biodiesel, Pflanzenöl,
Bioethanol, Biomethan und Synthesekraftstoffe (SynFuels) über 2009 hinaus,
Besteuerung nur nach fairer aktueller Überkompensationsberechnung,
Besteuerung von B 100 mit max. 5 ct./l, auch im Jahre 2007,
maximale Besteuerung von Pflanzenöl mit 5 ct./l.

Desweiteren treten wir im geplanten neuen „Beimischungsgesetz" klar dafür ein,
das alle Biokraftstoffe bei einer gesetzlichen Beimischungsverordnung gleich behandelt werden d.h.
5,75 % Biodiesel in der Mischung mit Diesel mit dem Ausblick, dieses auf 10 % zu erhöhen.
5,75 % Bioethanol oder ETBE in der Mischung mit Benzin und
5.75 % Biomethan in der Mischung mit Erdgas.
Einen Zertifikatehandel lehnen wir entschieden ab, da er dazu führt, dass der Mittelstand mittelfristig aus dem Markt herausgekauft wird.
Die Diskussion um das „neue Gesetz" hat hinter verschlossenen Türen schon längst begonnen - leider nicht in die Richtung der Interessen
der Reinbiokraftstoff, Mittelstandswirtschaft.

Zuvor muss die Schlacht um den Bestand der Reinbiokraftstoffwirtschaft gewonnen werden.
Die EUROSOLAR e.V., der BBK, der Landesverband des Berliner und Brandenburger Verkehrsgewerbes e.V. (LBBV), der Bundesverband Pflanzenöle e.V.,
die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien - FEE und mehrere Landesbauernverbände und Branchenverbände sowie Gewerkschaften haben sich entschlossen,
eine „Biokraftstoff - Großdemonstration" am 10. Mai um 13.00 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu organisieren.

Aufgerufen werden:
alle betroffenen Biokraftstofffirmen und ihre Mitarbeiter,
alle Transport- und Verkehrsbetriebe sowie Taxi-Unternehmen die B100 oder Pflanzenöl verbrauchen,
alle Biodiesel- und Pflanzenölproduzenten,
alle BiokraftstoffHandelsunternehmen,
alle Brennereien und Bioethanolhersteller,
alle Biokraftstoff-Technologieunternehmen,
alle Umrüstervon Fahrzeugen,
alle Landwirte, die langfristig auch nach 2009 Pflanzenöl produzieren und eine langfristige Stabilisierung der Rapspreise wollen,
alle gewerblichen und privaten Nutzer von Biokraftstoffen,
alle an der Biokraftstoffentwicklung interessierten Politiker und Privatpersonen!

Sie sind aufgerufen, sich an der Demo aktiv zu beteiligen!
Verantwortlich für die die Organisation beim BBK, Geschäftsstelle in Erkner sind
Herr Peter Schrum Tel.: 03362 8859121 (Handy 0170 3307266)
Herr Martin Tauschke Tel.: 03362 8859122 (Handy 0175 2910040)
Frau Julia Fahler Tel.: 03362 8859129 (Handy 017621206281).

Bitte teilen Sie uns mit, wie und in welcher Form Sie unsere Demo unterstützen können, damit wir Ihre Aktionen koordinieren können.
Nach Ostern teilen wir Ihnen Näheres mit.
Wir rechnen fest mit Ihrer aktiven Teilnahme und danken Ihnen schon heute für Ihren Einsatz.

Freundliche Grüße
Peter Schrum Präsident
Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe
Zum Wasserwerk 12 D-15537 Erkner
Tel.:+49 (0)3362 78859 100 Fax:+49 (0)3362/8859 110
info@biokraftstoffe.org
http://www.biokraftstoffe.org/

16.3.06

 

Infobrief von Hans Josef Fell (MdB)

Heute hat das Bundeskabinett der großen Koalition beschlossen, dass
Biokraftstoffe zukünftig besteuert werden sollen. Ein entsprechender
Regierungsentwurf des Energiesteuergesetzes wurde vom Kabinett
verabschiedet. Das Gesetz soll zum 01.08.2006 in Kraft treten.
Zugestimmt hatten auch die Minister Seehofer (Landwirtschaft, CSU),
Gabriel (Umwelt, SPD) und Glos (Wirtschaft, CSU) Die Initiative war von
Finanzminister Steinbrück ausgegangen.
Zum Inhalt:
Ab Inkrafttreten ab 1.8.06 sollen Pflanzenöle und Biodiesel besteuert
werden: Pflanzenöle mit 15 Cent; Biodiesel mit 10 Cent als
Reinkraftstoff und 15 Cent als Beimischung. Die höhere Besteuerung des
Pflanzenöls erklären Insiderkreise mit einer guten Lobbyarbeit der
Biodiesellobby. Ausgenommen ist der Eigenverbrauch der Landwirtschaft.
Dieser spielt allerdings mengenmäßig noch keine große Rolle, da die
Landwirtschaft noch durch den Agrardiesel subventioniert wird.

Gleichfalls im Gesetzentwurf enthalten ist der Beschluss, dass ab
1.1.2007 die Steuerbegünstigungen für sämtliche Biokraftstoffe
vollständig entfallen sollen; d.h. volle Besteuerung für alle
Biokraftstoffe! Auch die in Reinform. An deren Stelle soll eine
Beimischungsquote treten. Die Beimischungsquote wird voraussichtlich
den Mineralölkonzernen eine bestimmte Quote an Biokraftstoffen
vorschreiben, die ihre Kraftstoffe zukünftig enthalten sollen. Ob die
Mineralölkonzerne die Biokraftstoffe in Deutschland oder auf den
Weltmärkten aufkaufen und zu welchen Preisen sie dies tun, bleibt ihnen
überlassen. Eine Eigenvermarktung der kleinen und mittelständischen
Hersteller dürfte damit zukünftig kaum noch möglich sein. Damit ist zu
befürchten, dass die Märkte für reinen Biodiesel und reines Pflanzenöl
einbrechen werden und ein Markt für Ethanolkraftstoffe wie E85 erst gar
nicht entstehen wird.
Die schwarz-rote Koalition bricht mit ihrem Vorgehen trotz erheblicher
verfassungsrechtlicher Bedenken das Vertrauen von Unternehmen und
Bürgern, die in Biokraftstoffe investiert haben. Verfassungsbeschwerden
werden selbst in Regierungskreisen gute Chancen zugerechnet, da die
bisherige Steuerbegünstigung bis 2009 im Gesetz festgeschrieben ist.
Es lohnt sich weiterhin, gegen die Besteuerungspläne anzugehen. Denn
das Gesetz ist noch lange nicht in Kraft getreten. Gesetzeskraft
erlangt es erst nach Verabschiedung im Bundestag und Bundesrat. Die
Beratungen finden in den nächsten Monaten statt. Es ist vor allem eine
spannende Frage, ob die Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und SPD die
Kraft und den Mut aufbringen werden, noch Änderungen durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans Josef Fell

15.3.06

 

Na endlich: Erste Pläne zur Besteuerung von Flugbenzin!

Das hat ja lange genug gedauert!
Endlich traut sich die Bundesregierung die "heilige Kuh" Flugbenzin anzutasten.
Erste zaghafte Pläne liegen vor um Flugbenzin zu besteuern.
Das freut auch die Bahn, denn gerade die leidet unter erheblichen Wettbewerbsverzerrungen.
Die Bahn muss ja jeden Liter Diesel voll versteuern, genauso wie den genutzen Strom.
Fluggesellschaften mussten das bisher nicht.
Und schon klagt die Lufthansa das sie nicht mehr konkurenzfähig gegenüber dem Ausland sei.
Seit immerhin 1953 ist die Steuerbefreiung unbefristet gültig. Damals mit einem ganz anderen Hintergrund als heute. Immerhin will die Regierung um Finanzminister Steinbrück eine europaweite Regelung in der nächsten Zeit durchsetzen. Das sollte die Fluggesellschaften erstmal beruhigen.
In Kürze wird Bundestag und Bundesrat darüber entschieden, ob echte Biokraftstoffe also auch Pflanzenöle besteuert werden.
Na, prima. Das ist wohl mal ein richter Ansatz.
Vergiss die Ökobilanz, lass uns fliegen: Und zwar steuerfrei !

8.3.06

 

Kinotip: Syriana!

Für alle die sich gerne mit den Hintergründen der Weltenergiebeschaffung beschäftigen:
Jetzt im Kino: Syriana. (Mit George Clooney)
Eine fiktive Geschichte der US-Regierung im Kampf ums Erdöl, im nahen Osten.
Beklemmende Zusammenhänge zur Realität lassen jeden überlegen
ob er seine "eigene Ökobilanz" nicht doch weg von den fossilen Energieresourcen bewegen kann.


7.3.06

 

Bayrischer Rundfunk: Unkraut

Gestern abend, also am 6. März, gabs im Bayrischen Fernsehen die Umweltsendung "Unkraut"
Übergeordnetes Thema: Biogene Treibstoffe.
Eine sehr informative Sendung die das Thema "Pöl im Dieselmotor" gut aufbereitet hat.
Auch dort wurde in der Rubrik "Der dicke Hund" über die anstehende Pöl-Besteurung berichtet.

24.2.06

 

Riesen Thema, sonst nix...

Der Artikel hatte im FMSO.de Forum einen riesen Thread verursacht.
Zurecht wie ich meine.
Es gibt wohl viele Menschen die derzeit so denken wie ich... und das ist gut so!

23.2.06

 

Was nun? Feinstaub, Pöl-Steuer und Autobahnmaut!

Was kommt nun noch?
Gestern in den Pro7 Nachrichten: Um die Feinstaubbelastung in den Innenstädten zu reduzieren wurde sich auf ein "Pickerl" geeinigt das in 5 Schadstoffklassen für 5€ zu kaufen ist.

Leider ist mein Auto überhaupt nicht aufgeführt, es gehört zu den restlichen 8% der "Umweltschleudern" mit nur Euro2.
Hmmm... Was tun bei Feinstaubarlarm?
Fahren darf ich dann nicht mehr!
Bin ja ne "Dreckschleuder"!
Den Job hinwerfen der 66KM entfernt ist?
Oder einfach an den 50 Tagen Urlaub nehmen, ... Hmmmm.
Ob dafür der Jahresurlaub reicht?

OPNV!
Die Lösung!
Neee, bin ja dann 3,5 Stunden (statt 35 Min) unterwegs, und fahr ca. 50KM Umweg,
egal - aber wenigstens mit Bus und Bahn...
Ob das besser ist?

Und dann plagt mich da noch der Gedanke das die Pöl-Steuer kommt.
(Und wie sie kommen wird!)
Wird nun auch für mich plötzlich die Wirtschaftlichkeit des pölens negativ ausfallen?
Ich befürchte ja.
Gut das ich noch XXX Liter Altpöl gebunkert hab.
Aber auch keine Menge für die Ewigkeit.

Und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, das mich die Autobahnmaut demnächst überholen wird.
So! Und nun wirds langsam eng, - sehr eng.
Nicht nur wirtschaftlich, sonder auch psychologisch!
Ich mag nimmer! Es reicht!

Was tun?
Den Job hinschmeißen, aufs Sofa legen, und warten was Hartz 4 bietet? (Vielleicht eine etwas über reagierte Handlung?)
Ein neues Auto kaufen, 5 Jahre Schuldzinsen zahlen, Mineraldiesel tanken, und mich ewig fragen ob der Euro 4 Prüfzyklus nicht doch blos Betrug ist?
(Dann dürfe ich bei Feinstaub auch arbeiten. Hätte ich dann auch dringendst nötig - weil ja mein ganzes Geld bei den Banken, Automobilherstellern und Ölscheichs ist)
Oder doch nur umziehen, und der Familie mitsamt den Kindern ein Großstadtambieente mit viel weniger Wohnkomfort aufzwängen?

Aufzwängen will ich niemanden was... Aber was macht die Bundesregierung?
Zwängst mir die Bundesregierung ein Leben im Ausland auf?
Hmmm... Wieder eine Überlegung mehr.
Ich seh schon, ich werd heute, - in dieser schlaflosen Nacht, keine Lösung finden.
Muss ich auch nicht. Aber die Zeit sitzt im Nacken.

Loswerden musste ich es aber, jetzt!